Markus
Segeln lernen von jemandem, der selbst nie aufhört zu lernen.


Segeln begleitet mich schon lange, doch mein Weg zur eigenen Segelschule war nicht geradlinig.
Viele Jahre habe ich in der Startup- und Tech-Szene im Norden Europas gearbeitet, vor allem im Produktmanagement für Robotik und Mobilität. Dabei ging es um Produktentwicklung, Businesspläne, Roadmaps und die Frage, wie aus einer Idee ein Produkt ensteht, das Menschen wirklich nutzen und lieben.
Segeln war in dieser Zeit mein Ausgleich.
Oder besser gesagt: meine Sommer.

Selbst ein Roboter entwickelt am Lake Mendota Sehnsucht nach dem Wasser.
Zwischen den Jobs gab es immer wieder längere Phasen auf See, oft monatelang, im finnischen Schärenmeer. Mit einem kleinen Boot, viel Zeit und immer wieder Menschen, die mitsegeln wollten.
Freunde. Bekannte. Auch neue Gesichter.
Irgendwann fiel mir dabei etwas auf: Die Leute kamen einfach mit und nach ein paar Wochen konnten sie plötzlich segeln. Ich dachte: »Wow! die lernen ja wirklich was.«
Rückblickend waren diese Kerben in der Pinne wohl der Moment, in dem die Idee für die Manatee Academy entstand.

Ein besonderer Moment zum Sonnenuntergang auf der Insel Tågholmen im Helsinki-Archipel.
Die Jahre in der Tech-Welt haben trotzdem ihre Spuren hinterlassen.
Selbstverständlich ist digitales Lernen heute Teil der Manatee Academy. Deshalb arbeiten wir mit speziell gestalteten Lernmaterialien, eigenen Apps mit toller User Experience und modernen E-Learning-Elementen, die den Unterricht an Bord ergänzen.
Segeln lernt man zwar auf dem Wasser, aber gute Tools erleichtern die Sache ungemein.

Markus hat das Konzept der Manatee Academy während einer Workation auf abgeschiedenen Inseln entwickelt.
Wenn du mit mir segelst, wirst du schnell merken: Ich halte das Ruder erstaunlich selten selbst.
Du steuerst. Du navigierst. Du triffst eigene Entscheidungen.
Ich begleite das Ganze aus dem Hintergrund und habe dabei immer ein Auge auf das, was um uns herum passiert.
Das passt ganz gut zum Manatee, das sich gerne mit dem Bauch nach oben durchs Wasser treiben lässt.



Segeln kann mitunter hektisch wirken.
Wind. Strömung. Manöver. Entscheidungen. Verkehr.
Gerade in solchen Momenten ist überraschenderweise etwas anderes wichtiger als Schnelligkeit: Ruhe.
Ein schönes Kompliment, das ich einmal von einer Crew bekommen habe, war:
Krass, wie du in stressigen Situationen absolut ruhig bleibst!
Meiner Erfahrung nach ist das eine der wichtigsten Eigenschaften eines Skippers. Wenn der Skipper ruhig bleibt, bleibt auch die Crew ruhig. Plötzlich funktioniert dann ein Manöver, das vorher unmöglich schien:
Ich wusste gar nicht, dass das Boot so etwas kann.
Über die Jahre sind einige Seemeilen zusammengekommen: Über fünftausend Seemeilen auf Ostsee und Mittelmeer, mehrere Jahre Segeln im finnischen Schärenmeer, eine erste eigene Yacht und zahlreiche Ausbildungstörns.
Dazu kommen die klassischen Segelscheine:
Aber ehrlich gesagt sind Zertifikate nur ein kleiner Teil der Geschichte.
Der wichtigere Teil spielt sich auf See ab.
Was fasziniert dich am Segeln?
Jeder Törn ist anders. Es passieren immer Dinge, die du so nicht erwartet hast. Mit jeder Erfahrung wächst auch dein Verständnis für das Meer.
Gleichzeitig ist es die Ruhe. Die Natur.
Einmal hat mir jemand gesagt, dass die Sehnsucht nach dem Meer oft auch eine Sehnsucht nach Tiefe ist. Ich finde diesen Gedanken sehr schön. Vielleicht ist genau das der Grund, warum das Segeln so viele Menschen berührt.
Wie würdest du die Atmosphäre an Bord beschreiben?
Wenn du an Bord kommst, bist du wahrscheinlich voller Vorfreude, aber auch ein bisschen aufgeregt. Schließlich steht am Ende der Woche eine Prüfung an.
Vielleicht fragst du dich:
Schaffe ich das? Kann ich den Kahn wirklich anlegen? Was wird bloß aus der Navigation? Und dann sind da noch die Knoten…Mir ist wichtig, dass du trotzdem nie vergisst, warum du hier bist: Weil Segeln Spaß macht!
Unsere Törns sind Aktivurlaub, kein Bootcamp. Humor und Entspannung gehören genauso dazu wie Manöver und Navigation. Wir probieren Dinge aus, machen Fehler, lernen daraus und wachsen als Crew zusammen.
Welchen Moment auf einem Törn magst du am meisten?
Es gibt diesen Moment am Ende der Woche, wenn der Prüfer von Bord geht, sich vielleicht noch einmal umdreht und sagt:
Gute Arbeit.Damit meint er nicht mich, sondern uns als Crew.
Vor ein paar Tagen standest du vielleicht zum ersten Mal am Steuer. Jetzt manövrierst du eine 45‑Fuß‑Yacht, navigierst uns zur nächsten Bucht und fährst Rettungsmanöver.
Diese Entwicklung von
kein Planzuläuftmitzuerleben, ist jedes Mal faszinierend.Es ist ein bisschen wie ein Vorher-Nachher-Foto – nur auf See.
Wenn du mit der Manatee Academy und mir unterwegs bist, lernst du Segeln als Teil der Crew.
Ich begleite dich dabei – mal als Lehrer, mal als Skipper und mal einfach als jemand, der sich gern ein Stück übers Meer treiben lässt.